Der Urilift, wenn er hochgefahren ist. (Foto: Urilift International BV)

Der Urilift, wenn er hochgefahren ist. (Foto: Urilift International BV)

Die Untere Straße gilt als Heidelbergs Partymeile und zieht Feierwütige aus der gesamten Region an. Doch wo gefeiert wird, wird es oft auch laut, zuweilen aggressiv. Ein weiteres Problem: Wild-Pinkler! Anwohner beschweren sich, dass in ihre Hauseingänge und an ihre Fassaden uriniert wird. Das ist nicht schön, der Ärger der Anwohner verständlich. Aber was, wenn die Blase drückt und kein Klo in der Nähe? Eine niederländische Firma hat die Lösung: Pinkel-Aufzüge!

Viele Kneipen, viele Leute: gerade in lauen Sommernächten versammeln sich zahlreiche Kneipengänger draußen vor den Bars in der Unteren Straßen – vor allem am Wochenende. Wo viel getrunken wird, drückt die Blase häufiger. Doch wohin, wenn der Druck zu stark wird?  Die Kneipen sind überfüllt, kein Durchkommen zum WC. Außerdem dulden viele Kneipenwirte den Klo-Tourismus nicht. Öffentliche Toiletten: Fehlanzeige!

Die niederländische Firma Urilift International BV hat die Lösung, damit der Pipi-Strahl in die richtigen Bahnen gelenkt wird: Pinkel-Aufzüge!

„In praktisch allen Städten und Gemeinden mit Vergnügungsvierteln stellt das öffentliche Urinieren ein gesellschaftliches Problem dar. Einerseits weil ausreichende Sanitäreinrichtungen im öffentlichen Raum fehlen, anderseits weil die Kneipenbummler in der Regel den einfachsten Weg wählen und sich an unerlaubten Stellen erleichtern“, schreibt Urilift auf der Firmen-Homepage.

Tagsüber sind die Urinale im Boden versenkt. (Foto: Urilift International BV)

Tagsüber sind die Urinale im Boden versenkt. (Foto: Urilift International BV)

Tagsüber sind die Urinale (gibt’s auf für Ladys) von Urilfift im Boden versenkt und stören somit niemanden. Sie werden erst während der Nacht hochgefahren. Urilift dazu: „Eine ausreichende Zahl öffentlicher Toiletten scheint die Lösung des Problems zu sein. Aber wo soll man sie aufstellen? Denn schließlich verunstalten sie das Straßenbild, sind weder bei den Anwohnern noch bei den Geschäftsinhabern beliebt, bedürfen der Wartung und der Aufsicht und sind beliebtes Objekt von Graffiti-Sprühern und Vandalen. Und sie sind ständig präsent. Auch dann, wenn sie eigentlich nicht benötigt werden. Ein Teufelskreis! Der Urilift steht genau dort, wo er gebraucht wird: beispielsweise an zentraler Stelle in einem Ausgehviertel. In dem ansprechend gestalteten Zylinder aus rostfreiem Stahl können drei Personen gleichzeitig urinieren, ohne Sichtkontakt und ohne einander zu stören. Der Urilift steht genau dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Zu allen anderen Zeiten verschwindet die Anlage im Boden.“

Auf diese Weise sollen Belästigungen, Schäden, Ärger und übler Mief durch Wildpinkler eingedämmt werden. In mehreren Städten in den Niederlanden, in St. Gallen  (Schweiz) und in Köln werden die Urilifte bereits mit Erfolg eingesetzt. Wieso nicht auch in Heidelberg? Das wäre doch eine prima Sache, um das Wildpinkeln in der Altstadt einzudämmen!

Was meint Ihr? Sollte die Stadt Pinkel-Aufzüge in der Unteren Straßen und an anderen Orten der Altstadt installieren? Schreibt Eure Meinung einfach als Kommentar unter diesen Artikel!

So funktioniert der Urilift:

Der Urilift „live“ in der Partynacht:

Weitere Infos zum Urilift gibt’s unter: www.urilift.de

Lest hier etwas über einen Vorschlag aus der Schweiz, wie man den Lärm in der Heidelberger Altstadt eindämmen könnte. Und das ganz ohne Verbote – im Gegenteil: Heidelberger Partymeile: Kneipen länger öffnen – weniger Lärm?

Posted from Heidelberg, Baden-Wurttemberg, Germany.