OB-Wahl in Heidelberg: Wer ist dieser Alexander Kloos?

Bei dieser Veranstaltung in der Stadthalle stellten sich die beiden Kandidaten den Bürgern vor.

Bei dieser Veranstaltung in der Stadthalle stellten sich die beiden OB-Kandidaten vor.

Er ist der einzige Gegenkandidat von Amtsinhaber Eckart Würzner. Kaum einer kennt ihn. Er hat bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag, 19. Oktober, wohl keine Chance. Doch warum kandidiert Alexander Kloos überhaupt? Was will der Mann, der sich selbst „Robin Hood vom Boxberg“ nennt? hd-zoom hat nachgehakt.

Herr Kloos, Sie sind der einzige Kandidat, der Amtsinhaber Eckart Würzner bei der Oberbürgermeisterwahl in Heidelberg herausfordert. Die anderen Parteien haben gekniffen. Sie trauen sich, dabei haben Sie gar keine Chance. Warum machen Sie das?

Nachdem sich meine Agenda von vor acht Jahren faktisch durchgesetzt hat, könnte es den ein oder anderen geben, der diesmal lieber gleich das Original wählen will. Außerdem habe ich diesmal das Kinder-BGE (BGE = Bedingungsloses Grundeinkommen) im Programm und viele weitere gute Dinge, die eigentlich ansprechen sollten. Wenn Heidelberg keine Lust darauf hat, ist das nicht mein Problem. Mir geht es ohne den Job besser, aber ich gebe den Bürgern die Chance, etwas besseres zu wählen.

Sie bezeichnen sich als „Oberbürgermeisterkandidat für die unteren 1.000“. Was ist mit den anderen rund 149.000 Heidelbergern?

Wenn es dem Boden gut geht, wachsen die Pflanzen darüber besser.

Auf www.heidelberg21.de stellen Sie ihr Wahlprogramm vor. Unter anderem wollen Sie eine neue Straße zur Thingstätte bauen, damit dort häufiger Partys stattfinden können. Auch den Zoo wollen Sie dorthin verlagern. Ist das ihr ernst?

Der Zoo ist trotz aller Anstrengungen zu klein und begrenzt. Wenn man Naturschutz ernst nimmt, ist ein Ausweichen unumgänglich. Zudem ist die Location Thingstätte für unkommerzielle Events geeignet. Das will ich fördern.

2006 sind Sie schon mal bei der OB-Wahl in Heidelberg angetreten. Sie bekamen 93 Stimmen. Wie viele sollen es diesmal werden?

Die Elite ist nie in der Mehrheit, dass ich Elite bin zeigt, dass sich meine Agenda durchgesetzt hat. Wären die Parteien intelligenter und sozialer, dann hätten sie nicht so dermaßen versagt, sondern auf faktische Kontinuität der sozialen Erneuerung gesetzt.

Sie schreiben auf Ihrer Webseite, dass sie „zurückgezogen auf einem Berg im Wald mit mehr oder weniger Mädels zusammenleben“. Wie darf man sich das vorstellen?

Das ist privat. Aber sie können sich sicher sein, dass ich mich den Umständen entsprechend besser fühle als mancher Spießer mir das gönnt.

Wo, wie, was? Mehr Infos zur Oberbürgermeisterwahl in Heidelberg am Sonntag, 19. Oktober, findest Du hier!

1 Comment

  1. Vielen Dank für das Interview. :-)

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